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Welche Zahnpasta nach dem Bleaching wirklich geeignet ist

Nach einer professionellen Zahnaufhellung eignet sich in der Regel eine milde fluoridhaltige Zahnpasta für empfindliche Zähne. Sie sollte den Zahnschmelz zuverlässig vor Karies schützen, möglichst wenig scheuern und keine unnötig aggressiven Aufhellungsstoffe enthalten. Besonders sinnvoll können Produkte mit Wirkstoffen gegen Schmerzempfindlichkeit sein. Eine zusätzliche Whitening-Zahnpasta ist unmittelbar nach dem Bleaching dagegen meistens weder notwendig noch besonders hilfreich. Die eigentliche Aufhellung wurde bereits durch das Bleichmittel erreicht, während die Zahncreme nun vor allem reinigen, schützen und mögliche Empfindlichkeiten lindern soll.

Warum Zähne nach dem Bleaching empfindlich reagieren können

Beim Bleaching dringen Wasserstoffperoxid oder daraus freigesetzte Wirkstoffe durch den Zahnschmelz und das darunterliegende Dentin. Dort verändern sie farbgebende Moleküle, sodass die Zähne heller erscheinen. Während und nach der Behandlung können vorübergehend kurze, stechende Schmerzen auftreten, die besonders durch kalte Getränke, kalte Luft oder süße Speisen ausgelöst werden. Auch das Zahnfleisch kann gereizt sein, wenn es mit dem Bleichgel in Kontakt gekommen ist. Zahnempfindlichkeit und Schleimhautreizungen gehören zu den bekanntesten unerwünschten Wirkungen einer Zahnaufhellung, klingen bei sachgemäßer Anwendung aber meist wieder ab.

Empfindlichkeit bedeutet nicht automatisch einen Zahnschaden

Ein kurzes Ziehen nach dem Bleaching ist zunächst kein Beweis dafür, dass der Zahnschmelz dauerhaft beschädigt wurde. Die Beschwerden entstehen häufig, weil Reize vorübergehend leichter durch das Dentin bis in Richtung Zahnnerv weitergeleitet werden. Typisch sind einzelne Schmerzblitze, die nach wenigen Sekunden verschwinden und innerhalb einiger Tage deutlich nachlassen. Anders sieht es aus, wenn ein bestimmter Zahn dauerhaft schmerzt, die Beschwerden stärker werden oder auch ohne äußeren Reiz auftreten. In diesem Fall können Karies, ein Riss, eine undichte Füllung oder eine Entzündung beteiligt sein, die möglicherweise schon vor dem Bleaching vorhanden war.

Eine Sensitivzahnpasta kann die Beschwerden reduzieren

Zahnpasten für empfindliche Zähne enthalten Wirkstoffe, die entweder die Reizleitung im Zahnnerv beeinflussen oder offene Dentinkanälchen verschließen sollen. Häufig verwendet werden beispielsweise Kaliumnitrat, Zinnfluorid, Arginin oder spezielle Calciumverbindungen. Für Beschwerden im Zusammenhang mit einem Bleaching sind insbesondere Kaliumnitrat und Fluorid gut untersucht. Aktuelle Übersichtsarbeiten kommen zu dem Ergebnis, dass desensibilisierende Wirkstoffe die Empfindlichkeit nach einer professionellen Aufhellung verringern können, ohne den Aufhellungserfolg wesentlich zu beeinträchtigen.

Kaliumnitrat soll die Reizweiterleitung beruhigen

Kaliumnitrat wird häufig in Sensitivzahnpasten eingesetzt. Kaliumionen sollen dazu beitragen, die Reaktionsbereitschaft der Nervenfasern im Zahn zu vermindern. Die Zahnpasta wirkt allerdings nicht wie ein lokales Betäubungsmittel, das Schmerzen nach einer einzigen Anwendung vollständig beseitigt. Sie muss normalerweise regelmäßig verwendet werden, damit sich ein stabiler Effekt entwickeln kann. Einige zahnärztliche Bleachinganleitungen empfehlen Sensitivzahnpasta bereits während der Aufhellungsphase und noch einige Zeit danach. Bei stärkeren Beschwerden kann der Zahnarzt zusätzlich anweisen, eine kleine Menge in eine individuell angefertigte Bleachingschiene zu geben. Eine solche Anwendung sollte jedoch nicht ohne konkrete Empfehlung erfolgen.

Fluorid bleibt auch nach der Zahnaufhellung wichtig

Eine Zahnpasta nach dem Bleaching sollte grundsätzlich Fluorid enthalten, sofern keine medizinische Gegenanzeige besteht. Fluorid fördert die Remineralisierung und erhöht die Widerstandsfähigkeit der Zahnoberfläche gegenüber Säureangriffen. Es ist damit nicht nur für empfindliche Zähne, sondern vor allem für die tägliche Kariesprävention relevant. Auch spezielle Sensitivprodukte sollten deshalb nicht allein nach ihrer Werbung gegen Schmerzempfindlichkeit ausgewählt werden. Entscheidend ist, dass sie zugleich einen ausreichenden Fluoridgehalt besitzen. Fluoridfreie Naturzahnpasten bieten diesen etablierten Kariesschutz nicht.

Etwa 1.450 ppm Fluorid sind für Erwachsene üblich

Viele Zahnpasten für Erwachsene enthalten ungefähr 1.450 ppm Fluorid. Dieser Wert ist nach einem Bleaching ebenso geeignet wie davor. Eine besonders hoch dosierte Fluoridzahnpasta ist nicht für jeden Menschen erforderlich und sollte nur auf zahnärztliche Empfehlung verwendet werden. Sie kann beispielsweise bei einem stark erhöhten Kariesrisiko, ausgeprägter Mundtrockenheit oder zahlreichen freiliegenden Zahnhälsen infrage kommen. Für die gewöhnliche Pflege nach einer kosmetischen Zahnaufhellung reicht normalerweise eine handelsübliche fluoridhaltige Erwachsenenzahnpasta aus.

Whitening-Zahnpasta führt das Bleaching nicht einfach fort

Der Begriff Whitening wird bei Zahnpasten anders verwendet als bei einem professionellen Bleaching. Bleichmittel verändern Farbstoffe innerhalb der Zahnsubstanz. Die meisten Whitening-Zahnpasten entfernen dagegen hauptsächlich oberflächliche Ablagerungen durch Putzkörper oder chemische Zusätze. Sie können beispielsweise Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Tabak vermindern, hellen die natürliche Zahnfarbe aber nicht in vergleichbarer Weise auf. Direkt nach einem Bleaching ist ihre zusätzliche Reinigungsleistung kaum nötig, weil die Zähne bereits aufgehellt wurden.

Starker Abrieb kann empfindliche Zähne unnötig belasten

Aufhellende Zahncremes arbeiten teilweise mit einer höheren Menge oder einer veränderten Zusammensetzung von Putzkörpern. Das bedeutet nicht, dass jede Whitening-Zahnpasta automatisch schädlich ist. Bei akut empfindlichen Zähnen ist eine besonders abrasive Zahncreme jedoch eine ungünstige Wahl. Sie löst die Ursache der Empfindlichkeit nicht und kann freiliegende Zahnhälse bei dauerhaft starkem Druck zusätzlich beanspruchen. Außerdem kann übermäßiger Abrieb langfristig dazu führen, dass der gelblicher wirkende Dentinkern stärker durch den dünner werdenden Zahnschmelz scheint. Besonders raue Hausmittel und stark scheuernde Pulver sind daher keine sinnvolle Verlängerung des Bleachings.

Der RDA-Wert beschreibt nur einen Teil der Zahnpasta

Die Abrasivität einer Zahnpasta wird häufig durch den RDA-Wert beschrieben. Ein höherer Wert weist auf eine stärkere abschleifende Wirkung unter festgelegten Testbedingungen hin. Allerdings geben nicht alle Hersteller den Wert auf der Verpackung an, und er erlaubt allein noch kein vollständiges Urteil über ein Produkt. Borstenhärte, Putzdruck, Putztechnik und Häufigkeit beeinflussen die tatsächliche Belastung ebenfalls. Nach einem Bleaching ist eine als sanft oder sensitiv ausgewiesene Zahncreme meist die praktischere Wahl als ein Produkt, das mit maximaler Fleckenentfernung wirbt.

Auf Aktivkohle sollte besser verzichtet werden

Schwarze Aktivkohlezahnpasten und Kohlepulver werden häufig als natürliche Möglichkeit beworben, den Aufhellungseffekt zu erhalten. Die dunklen Partikel bleichen den Zahn jedoch nicht. Sie sollen oberflächliche Ablagerungen mechanisch entfernen und können je nach Produkt stark scheuern. Für eine zuverlässige und sichere zusätzliche Aufhellung durch Aktivkohle gibt es keine überzeugende Grundlage. Gerade nach einem Bleaching, wenn die Zähne ohnehin empfindlich reagieren, ist eine milde Sensitivzahnpasta die deutlich vernünftigere Wahl.

Natron und Backpulver sind keine geeignete Nachbehandlung

Auch Natron, Backpulver, Salz und ähnliche Küchenmittel werden im Internet als Zahnaufheller empfohlen. Sie entfernen die durch das Bleaching veränderten tieferen Farbstoffe jedoch nicht weiter. Stattdessen wirken sie hauptsächlich mechanisch auf der Oberfläche. Die Korngröße, Konzentration und Anwendung lassen sich zu Hause kaum kontrollieren. Regelmäßiges kräftiges Reiben kann Zahnfleisch und Zahnoberflächen belasten, ohne einen dauerhaft besseren Bleachingeffekt zu erzeugen. Eine industriell entwickelte fluoridhaltige Zahnpasta ist für die tägliche Pflege wesentlich besser abgestimmt.

Zitronensaft und Essig machen die Zähne nicht gesund weiß

Säuren können die Zahnoberfläche vorübergehend aufrauen und dadurch den Eindruck erzeugen, Verfärbungen leichter entfernen zu können. Gleichzeitig lösen sie jedoch Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz. Zitronensaft, Essig und andere saure Hausmittel sind deshalb keine sichere Methode zur Aufhellung. Werden aufgeweichte Zahnflächen anschließend mit einer scheuernden Paste geputzt, kann sich die Belastung verstärken. Ein heller Zahn ist nicht automatisch ein gesunder Zahn, und eine geschädigte Oberfläche lässt sich durch spätere Sensitivzahnpasta nicht vollständig wiederherstellen.

Eine gewöhnliche Zahnpasta kann ebenfalls geeignet sein

Nicht jeder Mensch benötigt nach einem Bleaching dauerhaft eine Spezialzahnpasta. Treten keine Beschwerden auf, kann eine gut verträgliche fluoridhaltige Standardzahnpasta weiterhin verwendet werden. Sie sollte lediglich nicht außergewöhnlich abrasiv oder sehr scharf aromatisiert sein. Die Bezeichnung „Sensitiv“ ist vor allem dann sinnvoll, wenn tatsächlich Schmerzempfindlichkeit besteht oder der Zahnarzt die vorbeugende Verwendung empfohlen hat. Ein Bleaching verpflichtet nicht dazu, anschließend dauerhaft teure Spezialprodukte zu kaufen.

Sehr scharfe Aromen können gereiztes Zahnfleisch stören

Nach einer professionellen Aufhellung kann sich das Zahnfleisch vorübergehend weißlich verfärben, brennen oder empfindlich anfühlen. In dieser Phase sind stark aromatisierte Zahncremes mit intensivem Minzgeschmack möglicherweise unangenehm. Eine milde Zahnpasta erleichtert die regelmäßige Pflege, ohne zusätzliche Reize zu setzen. Das gilt besonders, wenn kleine Schleimhautbereiche durch ausgetretenes Bleichgel gereizt wurden. Solche Veränderungen sollten normalerweise innerhalb kurzer Zeit abklingen. Bleiben sie bestehen oder entstehen offene Stellen, ist eine Kontrolle in der Zahnarztpraxis sinnvoll.

SLS-freie Zahnpasta kann bei Schleimhautreizungen angenehmer sein

Sodium Lauryl Sulfate, kurz SLS, sorgt in vielen Zahnpasten für kräftigen Schaum. Menschen mit unempfindlicher Mundschleimhaut vertragen den Stoff meist gut. Brennt das Zahnfleisch nach dem Bleaching oder reagiert die Schleimhaut ohnehin leicht gereizt, kann eine SLS-freie Zahnpasta angenehmer sein. Weniger Schaum bedeutet dabei nicht automatisch eine schlechtere Reinigung. Entscheidend bleiben die Putztechnik, die Putzdauer und der Fluoridgehalt. SLS-Freiheit ist somit ein mögliches Komfortmerkmal, aber keine allgemeine Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung.

Eine weiche Zahnbürste ergänzt die milde Zahncreme

Auch die beste Sensitivzahnpasta hilft wenig, wenn mit einer harten Bürste und großem Druck geschrubbt wird. Nach dem Bleaching eignet sich eine weiche oder mittelharte Zahnbürste, die ohne Gewalt am Zahnfleischrand entlanggeführt wird. Elektrische Zahnbürsten mit Druckkontrolle können helfen, übermäßige Kraft zu vermeiden. Gründliche Zahnpflege entsteht nicht durch starkes Drücken, sondern durch systematisches Erreichen aller Zahnflächen. Die American Dental Association empfiehlt grundsätzlich zweimal tägliches Putzen für jeweils zwei Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta.

Kalte Speisen können vorübergehend unangenehm sein

In den ersten Tagen nach einer Aufhellung können Eis, sehr kalte Getränke und kalte Luft kurze Schmerzreize auslösen. Eine Sensitivzahnpasta kann diese Reaktionen vermindern, wirkt aber nicht bei jedem sofort. Bis die Beschwerden nachlassen, ist es sinnvoll, extreme Temperaturen zu vermeiden. Auch sehr heiße Speisen können unangenehm sein. Zahnmedizinische Patienteninformationen empfehlen bei Bleachingempfindlichkeit ausdrücklich die Verwendung einer Sensitivzahnpasta und den vorübergehenden Verzicht auf sehr kalte Lebensmittel und Getränke.

Nach dem Putzen sollte das Fluorid auf den Zähnen bleiben

Nach dem Zähneputzen genügt es normalerweise, die überschüssige Zahnpasta auszuspucken. Wer anschließend intensiv mit viel Wasser spült, entfernt einen erheblichen Teil des verbliebenen Fluorids. Besonders bei empfindlichen Zähnen ist es sinnvoll, der Zahnpasta etwas Zeit auf den Zahnoberflächen zu geben. Eine fluoridhaltige Mundspülung sollte nicht unmittelbar danach verwendet werden, sondern zu einem anderen Zeitpunkt des Tages, sofern sie überhaupt notwendig ist. Die tägliche Zahnpasta bleibt die wichtigste Fluoridquelle der häuslichen Pflege.

Eine weiße Diät ist wissenschaftlich nicht zwingend notwendig

Nach einem Bleaching wird häufig empfohlen, für mehrere Tage ausschließlich helle Lebensmittel zu essen und Kaffee, Tee, Tomatensauce, Beeren oder Rotwein vollständig zu meiden. Diese sogenannte weiße Diät klingt plausibel, weil frisch aufgehellte Zähne als besonders aufnahmefähig für Farbstoffe gelten. Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse fand jedoch keinen überzeugenden Vorteil strenger Farbstoffbeschränkungen während oder nach dem Bleaching. Menschen mit normaler Ernährung erzielten vergleichbare Aufhellungsergebnisse. Die pauschale Behauptung, bereits eine Tasse Kaffee ruiniere das Ergebnis, ist damit nicht gut belegt.

Maßvoller Umgang mit Verfärbungen bleibt trotzdem sinnvoll

Dass eine strenge weiße Diät nicht erforderlich ist, bedeutet nicht, dass Konsumgewohnheiten langfristig bedeutungslos wären. Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein und Tabak können über Monate und Jahre neue äußere Verfärbungen verursachen. Wer das Ergebnis möglichst lange erhalten möchte, sollte solche Einflüsse begrenzen, den Mund nach stark färbenden Getränken mit Wasser spülen und die Zähne regelmäßig professionell kontrollieren lassen. Kurzfristige Panik vor jedem farbigen Lebensmittel ist jedoch ebenso wenig nötig wie tagelange Ernährung ausschließlich mit Reis, Milchprodukten und hellem Brot.

Rauchen verkürzt die optische Wirkung der Aufhellung

Tabakrauch hinterlässt hartnäckige Beläge auf den Zahnoberflächen und kann das Ergebnis eines Bleachings schneller beeinträchtigen. Eine Whitening-Zahnpasta kann diesen Effekt nur begrenzt ausgleichen. Gleichzeitig erhöht Rauchen das Risiko für Zahnfleisch- und Schleimhauterkrankungen. Wer das Bleaching als Anlass nimmt, den Tabakkonsum zu reduzieren oder zu beenden, schützt daher nicht nur die Zahnfarbe, sondern die gesamte Mundgesundheit. Eine immer aggressivere Zahncreme ist keine gleichwertige Alternative.

Füllungen und Kronen werden durch Bleaching nicht heller

Bleichmittel verändern die Farbe natürlicher Zähne, wirken aber nicht in gleicher Weise auf Füllungen, Kronen, Brücken, Veneers oder Implantatkronen. Nach dem Bleaching können deshalb Farbunterschiede sichtbar werden, die zuvor kaum aufgefallen sind. Eine Whitening-Zahnpasta kann solche Versorgungen ebenfalls nicht an die neue Zahnfarbe anpassen. Vor allem im Frontzahnbereich sollte die endgültige Farbe einige Zeit abgewartet werden, bevor der Zahnarzt über einen Austausch sichtbarer Restaurationen entscheidet. Unmittelbar nach der Behandlung können die Zähne durch vorübergehende Austrocknung heller erscheinen als nach ihrer vollständigen Rehydrierung.

Das endgültige Ergebnis zeigt sich nicht immer sofort

Direkt nach dem Bleaching wirken Zähne häufig besonders hell. Ein Teil dieses Effekts hängt mit der vorübergehenden Austrocknung während der Behandlung zusammen. Sobald sich der normale Flüssigkeitshaushalt wiederherstellt, kann die Farbe etwas dunkler erscheinen. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Aufhellung fehlgeschlagen ist. Eine Zahnpasta sollte deshalb nicht danach ausgewählt werden, ob sie den unmittelbar nach der Sitzung sichtbaren Extremfarbton konserviert. Das realistische Ergebnis lässt sich erst nach einer gewissen Stabilisierung beurteilen.

Nachbleichen sollte nicht durch Zahnpasta ersetzt werden

Whitening-Zahnpasta kann äußere Ablagerungen begrenzen, aber ein professionelles Auffrischungsbleaching nicht ersetzen. Umgekehrt sollte auch nicht bei jeder leichten Farbveränderung sofort erneut gebleicht werden. Wie lange das Ergebnis anhält, hängt unter anderem von der Ausgangsfarbe, den Ernährungsgewohnheiten, der Mundhygiene und dem verwendeten Verfahren ab. Bei individuell angefertigten Schienen kann der Zahnarzt später eine kurze Auffrischungsphase empfehlen. Häufiges eigenständiges Nachbleichen erhöht dagegen das Risiko für Empfindlichkeit und Zahnfleischreizungen.

Die Bleachingschiene muss sorgfältig gereinigt werden

Wer das Bleaching zu Hause mit einer vom Zahnarzt angefertigten Schiene fortführt, sollte diese nach der Anwendung entsprechend den Praxisanweisungen reinigen. Sehr heißes Wasser kann das Material verformen. Gewöhnliche Zahnpasta ist wegen ihrer Putzkörper nicht für jede Schiene geeignet und kann die Oberfläche aufrauen. Meist genügt kaltes oder lauwarmes Wasser in Verbindung mit einer weichen Bürste. Die Schiene sollte anschließend trocknen und in ihrem Behälter aufbewahrt werden. Das Bleichgel darf nur in der vorgegebenen Menge verwendet werden, da überschüssiges Material auf das Zahnfleisch austreten kann.

Bei Empfindlichkeit darf die Behandlung unterbrochen werden

Wer während eines mehrtägigen Schienenbleachings starke Empfindlichkeit entwickelt, sollte nicht einfach mehr Sensitivzahnpasta auftragen und unverändert weitermachen. Häufig wird empfohlen, einen oder mehrere Behandlungstage auszusetzen oder das Gel nur jeden zweiten Tag anzuwenden. Die genaue Vorgehensweise hängt von Konzentration, Produkt und individuellem Befund ab. Professionelle Anleitungen nennen Anwendungspausen und Sensitivzahnpasta als mögliche Reaktion auf stärkere Beschwerden. Der behandelnde Zahnarzt sollte informiert werden, wenn die Schmerzen nicht rasch nachlassen.

Mehr Bleichgel führt nicht zu einem besseren Ergebnis

Eine größere Gelmenge beschleunigt die Zahnaufhellung nicht zuverlässig. Sie erhöht vor allem die Wahrscheinlichkeit, dass Material aus der Schiene austritt und das Zahnfleisch reizt. Auch eine längere Tragedauer als angeordnet kann die Empfindlichkeit verstärken. Für ein gutes Ergebnis sind die richtige Konzentration, eine passende Schiene und die konsequente Anwendung nach Anleitung wichtiger als möglichst viel Wirkstoff. Bleachingprodukte enthalten wirksame Peroxide und sollten deshalb nicht wie gewöhnliche Kosmetikcremes dosiert werden.

Unkontrollierte Internetprodukte können erhebliche Risiken bergen

Bleachingprodukte aus unbekannten Onlinequellen können höhere oder falsch deklarierte Peroxidkonzentrationen enthalten. Innerhalb der Europäischen Union gelten klare Beschränkungen: Produkte, die mehr als 0,1 Prozent und bis zu 6 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten oder freisetzen, dürfen grundsätzlich nur über Zahnärzte angewendet beziehungsweise nach der ersten professionellen Anwendung überlassen werden. Produkte mit höheren Konzentrationen sind für die kosmetische Anwendung nicht zulässig. Eine aktuelle Warnung der irischen Arzneimittelbehörde verwies zudem auf sichergestellte Produkte mit erheblich überhöhten Konzentrationen und mögliche chemische Verbrennungen.

Vor einem Bleaching müssen Zähne und Zahnfleisch gesund sein

Zahnpasta kann weder unbehandelte Karies noch undichte Füllungen oder entzündetes Zahnfleisch vor einem starken Bleichmittel schützen. Vor einer professionellen Aufhellung sollte deshalb untersucht werden, ob die Behandlung geeignet ist. Der NHS bezeichnet eine Zahnaufhellung durch eine Zahnarztpraxis oder mit einem dort ausgegebenen Set als sicherste Vorgehensweise und empfiehlt eine vorherige Kontrolle von Zähnen und Zahnfleisch. Wer bereits nach einer unkontrollierten Behandlung Beschwerden entwickelt hat, sollte nicht mit weiteren frei gekauften Produkten experimentieren.

Anhaltende Schmerzen müssen untersucht werden

Typische Bleachingempfindlichkeit nimmt nach dem Ende der Behandlung normalerweise innerhalb weniger Tage ab. Ein Zahnarztbesuch ist angezeigt, wenn starke Schmerzen bestehen bleiben, einzelne Zähne dauerhaft pochen oder Beschwerden beim Zubeißen auftreten. Auch Blasen, offene Schleimhautstellen, stark entzündetes Zahnfleisch oder auffällige Verfärbungen gehören untersucht. Eine Sensitivzahnpasta kann vorübergehend lindern, darf aber keine notwendige Diagnose verzögern. Empfindliche Zähne können zahlreiche Ursachen haben, darunter Karies, Risse, beschädigte Füllungen, Zahnfleischrückgang oder Zahnschmelzverlust.

Die passende Zahnpasta lässt sich an wenigen Merkmalen erkennen

Nach dem Bleaching ist eine fluoridhaltige und wenig abrasive Zahnpasta die beste Ausgangsbasis. Bei Schmerzempfindlichkeit sollte sie zusätzlich einen anerkannten Sensitivwirkstoff wie Kaliumnitrat oder Zinnfluorid enthalten. Intensive Whiteningversprechen, Aktivkohle, aggressive Putzkörper und saure Hausmittel sind in der empfindlichen Phase unnötig. Ein milder Geschmack und eine gute Verträglichkeit helfen dabei, die Zähne weiterhin zweimal täglich gründlich zu reinigen. Die geeignete Zahncreme soll das Bleachingergebnis nicht mit Gewalt weiter steigern, sondern den aufgehellten Zähnen eine möglichst reizfreie Rückkehr zur normalen Pflegeroutine ermöglichen.

Der langfristige Erhalt hängt nicht allein von der Zahnpasta ab

Eine Sensitivzahnpasta kann Beschwerden vermindern und Fluorid schützt vor Karies, doch die Haltbarkeit der neuen Zahnfarbe wird von der gesamten Lebensweise beeinflusst. Regelmäßiges Putzen, tägliche Zahnzwischenraumpflege, professionelle Kontrollen und ein maßvoller Umgang mit färbenden Genussmitteln sind langfristig wichtiger als eine besonders aggressive Whiteningzahncreme. Wer die Zähne schonend pflegt und Auffrischungen nur abgestimmt mit dem Zahnarzt durchführt, erhält das Ergebnis meist besser als jemand, der den Farbton täglich mit scheuernden Produkten erzwingen möchte.